Bewusstseinstexte Dr. W.-J. Maurer

Selbst- und Menschenliebe

von Dr. Wolf-Jürgen Maurer

 

Wir alle kennen die goldene Regel, als Anleitung für ein gutes Miteinander:

Was du nicht willst, was man dir tut, das füg auch keinem andern zu.

Diese ist allerdings ergänzungsbedürftig, wenn man weiss, wie viele Menschen mit sich selbst härter und kritischer umgehen als mit anderen – in ihren Gedanken und Handlungen – und sich selbst jede Menge Unfreundlichkeiten an den Kopf werfen, wie es sich kein anderer Menschen in gleicher Weise gefallen lassen würde.

Deshalb sollten wir uns von uns selbst auch nicht alles gefallen lassen und uns selbst verletzen:

Was du nicht willst, was man dir tut, das füge auch dir selbst nicht zu.

Unsere negative Selbstbehandlung und unser negatives Selbstbild wird lediglich vom aussen gespiegelt.

Änderung beginnt im eigenen Inneren, indem wir lernen, uns selbst freundlich zu begegnen.

 

Fragen Sie sich:

Wie groß ist der Anteil der Menschen in Ihrem alltäglichen Leben, die Sie mögen und wertschätzen?

Wie groß ist der Anteil derjenigen, denen Sie neutral gegenüberstehen?

Und wie groß ist der Anteil derjenigen, die Sie nicht mögen oder ablehnen?

 

All diese äusseren Beziehungen spiegeln letztlich unsere Beziehung zu uns selbst wider:

Wir lehnen so viele Anteile in uns selbst ab, wie wir im Außen andere Menschen ablehnen.

Und bejahen so viele Anteile in uns selbst, wie wir andere Menschen bejahen.

Je mehr wir uns selbst mögen, desto mehr können wir auch eine Vielzahl von anderen mögen.

 

Selbstliebe kann und soll keine Nächstenliebe ersetzen.

Im Gegenteil.

Sie befähigt erst dazu.

 

Dr. Wolf-Jürgen Maurer

 

 

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