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Identitätskrise: Die Masken laden zum Ball

von Dr. med. Wolf-Jürgen Maurer

Ich habe keine Ahnung wer, was oder wie ich wirklich bin.

Und deshalb versteh ich nicht, was ich tue und weiß auch nicht, wo ich suchen soll und wie ich mich finden kann.

So ist auch mein Blick auf die Welt und mich selbst verschwommen.

Ich kenne mein wahres Selbst nicht.

Nur Masken, die mich fest im Griff haben, mit denen ich mich verwechsle.

Mein Spiel ist unehrlich, ebenso unecht und zwiegespalten meine Gefühle:

Ich produziere Pseudo-Gefühle, um bei anderen Menschen etwas zu erreichen.

Dies ist mein manipulativer Betrug in meinen Zweck-und Handels-Beziehungen- und zugleich der Missbrauch an der Liebe und meinem wahren Selbst.

Aus Angst vor Scham und Leere fürchte ich, nach innen zu schauen, verstricke mich lieber im Außen und verliere mich in den Selbsttäuschungen meiner projizierten Welt.

Wie im Innen so im Außen.

Die Welt und meine besonderen Liebes-und Hass-Beziehungen spiegeln mir den Zustand meines Geistes, was ich über mich selbst denke und in mir selbst nicht angenommen habe.

Ich will nicht mehr länger den Spiegel polieren, in den ich schaudernd schaue.

Aber bin ich wirklich bereit und willens, der kindlichen Angst ins Gesicht zu schauen und mit Liebe zu mir selbst alle Gefühle in meinem Inneren willkommen zu heißen und bejahend zu fühlen?

Und meine Gedanken auf Wahrheit zu überprüfen?

Um zu erkennen, daß nur meine eigenen (unwahren) Gedanken mich verletzen.

Um schließlich Worte der Wahrhaftigkeit zu sprechen.

Dies wäre der Beginn der Reise zu mir selbst.

Das Ende des Maskenballes und der Angst.

Wahrhaft lieben kann man nur das Echte und die Wahrheit.

Wer also bin ich wirklich?

Wer nach außen schaut, träumt.

Wer nach innen schaut, erwacht.

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Viel Mut zum Blick nach Innen wünscht,

Dr. Wolf Maurer

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Eckhart Tolle: Wer Du wirklich bist – Erkenne Dich selbst:

Eckhart Tolle: Die Illusion der Trennung:

Eckhart Tolle: Mach dein Selbstwertgefühl nicht von äußeren Dingen abhängig:

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Was ich mir wünsche

Was ich mir vom Leben wünsche?

Ich habe mich so lange hinter meiner Maske versteckt.

Ich möchte gefunden werden.

Und hab doch Angst davor.

Wie früher beim Versteckspielen, möchte ich gefunden werden.

Und dann geliebt werden, so wie ich bin.

Das möchte ich am aller meisten.

Und ich habe so wahnsinnige Angst davor, dass ich weglaufen könnte.

Aber ganz tief drin will ich endlich gefunden werden.

So wie ich bin.

Ich träume davon, dass jemand mich annähme,

einfach so wie ich bin,

mit meinen ungereimten Wünschen,

unfertigem Charakter

und alten Ängsten.

Ich träume davon,

dass jemand mich gelten lässt,

ohne mich zu erziehen,

mit mir übereinstimmt,

ohne sich anzustrengen.

Ich träume davon,

dass ich mich nicht verteidigen muss,

nicht erklären und kämpfen muss,

dass einer mich liebt.

Und ich möchte lernen,

mich selbst und andere wirklich anzunehmen-

und lieben zu lernen.

Denn lieben heißt, die Angst verlieren.

Wer ich bin, fragst Du?

Ich bin jemand, den du sehr gut kennst.

Ich bin wie Du.

Ich bin jedermann, den du triffst –

jeder Mann und jede Frau, jeder Mensch, die Dir heute begegnen.

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Was auch immer wir in der Welt und im Außen erleben ist unser eigener, nach außen projizierter geistiger Zustand.

Wir drücken immer entweder Liebe oder Angst aus, und Angst ist ein Hilferuf nach Liebe.

Ich bin nicht das Opfer der Welt, die ich wahrnehme.

Die Vergangenheit ist vorbei, sie kann mich nicht berühren, ich muss sie nicht in die Zukunft projizieren.

Stattdessen könnte ich Frieden erfahren.

Ich kann wählen, alle verletzenden Gedanken zu verändern und alle Gefühle willkommen heißen und bejahend fühlen.

Ich selbst bin verantwortlich für das, was ich wahrnehme und wie ich es bewerte.

Will ich Liebe entdecken oder Fehler?

Will ich Liebe geben oder Liebe suchen?

Will ich Recht haben oder glücklich sein?

Will ich liebevoll annehmen was ist, oder dagegen ankämpfen?

Was sagt meine bisherige Wahrnehmung oder Bewertung über mich und mein (viel zu kleines begrenztes) Selbstbild aus?

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Erst was ich liebevoll annehme, kann sich verändern und ich kann eine neue Reaktion meinerseits wählen.

Wenn ich mein Denken verändere, verändert sich meine Welt.

Wenn ich mich für Frieden, Freude, Fülle und Freiheit entscheide und als meine innere geistige Ausrichtung gerade in schwierigen Lebensumständen wähle,

kehre ich aus dem Drama der Angst zu Liebe, Vertrauen und meinem Herzen zurück.

und dann können wahre Wunder geschehen.

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Alles Liebe wünscht Ihnen Dr. Wolf Maurer

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Sehr schön drücken für mich die neue Haltung des Annehmen und Lieben was ist und des sich Fallenlassens ins Urvertrauen folgende Worte von Hermann Hesse aus.

Lesen Sie sie immer wieder wenn die Krise Sie zu lähmen droht, Sie sich zu verlieren drohen, und lassen Sie sich von ihnen trösten, aufrichten und spirituell neu ausrichten:

„Man hatte vor tausend Dingen Angst,
vor Schmerzen…
vor dem eigenen Herzen,
man hatte Angst vor dem Schlaf,
Angst vor dem Erwachen,
vor dem Alleinsein…
vor dem Tode – namentlich vor ihm, dem Tode.
Aber all das waren nur Masken und Verkleidungen,
In Wirklichkeit gab es nur eines,
vor dem man Angst hatte:
das Sich-fallen-Lassen,
den Schritt in das Ungewisse hinaus,
den kleinen Schritt hinweg.
Über all die Versicherungen, die es gab.
Und wer sich einmal,
ein einziges Mal hingegeben hatte,
nur einmal das große Vertrauen geübt,
und sich dem Schicksal anvertraut hatte,
der war befreit,
Er gehorchte nicht mehr den Erdgesetzen,
er war in den Weltraum gefallen
und schwang im Reigen der Gestirne mit.”

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Weiterführende Hörbücher zum Thema aus der Reihe „Psychosomatik Scheidegg“ von Dr. Maurer:

PSS 1, Wenn die Seele die Sprache verliert…fängt der Körper an zu reden

PSS 2, Angst als Seelenfresser…oder Lebenswecker

PSS 7, Selbstwertschätzung – Freundschaft mit sich selbst schließen

PSS 15, Selbstentwicklung – Ende des Maskenballes

PSS 18, Gelassenheit entwickeln…Lebensfreude und Zufriedenheit entdecken

PSS 21, Leben oder funktionieren – Die eigene Identität entwickeln

PSS 23, Fragen, die Sinn stiften…und Ihre Welt verändern

PSS 25, Persönlichkeitsstile- Meine Persönlichkeit, mein Symptom und Ich

PSS 27, Bindungstrauma und Persönlichkeitsentwicklung – Bindung, Liebe und Selbstentwicklung

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