Bewusstseinstexte Dr. W.-J. Maurer

Das ABC der Gefühle

von Dr. Wolf-Jürgen Maurer

Zwischen einem auslösenden Erlebnis und der emotionalen Consequenz/Reaktion liegt stets – die oft automatisierte – subjektive Bewertung und Interpretation unseres  konditionierten Verstandes (das sogenannte ABC-der Gefühle).

Dies zu erkennen ist v. a. bei der Klärung wichtig, ob die aktuelle emotionale Reaktion und Einstellung wirklich hilfreich ist für die eigene Lebenserfüllung und Werteverwirklichung. Zwischen Reiz und Reaktion liegt bekanntlich die menschliche Freiheit.

Vermutlich sind Sie im Glauben aufgewachsen, dass Sie Ihre Gefühle nicht beeinflussen können; dass Ihnen Ärger, Angst, Liebe oder Freude ohne eigenes Zutun widerfahren. Aber Gefühle sind nicht einfach Empfindungen, die vom Himmel fallen. Ein Gefühl ist eine körperliche Reaktion auf einen Gedanken. Da Ihre Gefühle aus Ihren Gedanken resultieren, können Sie folglich Ihre Gefühle steuern lernen, indem Sie die Gedanken beeinflussen, die ihnen vorausgehen.

Sie meinen wahrscheinlich, manche Dinge oder Menschen würden Sie unglücklich machen; das stimmt aber nicht. Sie selbst machen sich unglücklich durch das, was Sie über Menschen oder Ereignisse in Ihrem Leben denken! Achten Sie darauf, wie folgende kulturell geprägte Redensarten aussagen, dass Sie für Ihre Gefühle nicht selbst verantwortlich sind: „Du ärgerst mich.“ „Ich kann nichts dafür, dass ich so empfinde.“ „Er geht mir auf die Nerven.“ Wie anders klingt dann doch gleich folgende Liste, die die Tatsache widerspiegelt, dass Sie selbst Herr Ihrer Gefühle sind und dass Ihre Gefühle aus den Gedanken resultieren, die Sie sich über die Ereignisse machen: „Ich hab mir selbst weh getan mit dem, was ich mir über deine Reaktion auf mich eingeredet habe.“ „Es liegt an mir, was ich empfinde, aber jetzt im Augenblick möchte ich mich aufregen.“ „Ich habe mich dazu entschlossen, mich jetzt zu ärgern, weil ich normalerweise andere mit meinem Ärger manipulieren kann.“

Bei einem Verlust eines geliebten Menschen ist selbstverständlich die Akzeptanz der Trauerreaktion Ausdruck der Wertschätzung der vermissten Person und unserer Fähigkeit mit ganzem Herzen zu lieben und uns zu binden. Sie ist notwendig für die Verarbeitung. Hier wäre die gedankliche Ablenkung und Unterdrückung der Traurigkeit  eine selbstschädliche (depressiogene) Vermeidungsstrategie.

Deshalb empfehle ich, allen Emotionen achtsam zu begegnen, ihnen erstmal Raum zu geben und akzeptierend bereit zu sein, sie im Körper zu fühlen, dann aber zu prüfen, ob diese aus Vergangenheitsprägungen stammende automatische mentale Reaktion hilfreich oder selbstschädlich ist. Wenn Sie einem werteverwirklichenden erfüllten Leben  längerfristig im Wege steht oder einer Selbstsabotage der eigenen Lebenszufriedenheit gleich kommt, kann jeder lernen, seine mentale Einstellung und auch seine aktiven konkreten Handlungen selbstverantwortlich zu verändern.

Sie haben dann mit der Steuerungsfähigkeit Ihrer Gefühle und Entscheidungen auch Verantwortung für Ihre Lebenszufriedenheit übernommen Diese hängt davon ab, ob Sie im Hier und Jetzt leben und den Augenblich wertschätzen können. Alles andere, Grübeln über die Vergangenheit oder Sorgen über die Zukunft, findet nämlich nicht in der Wirklichkeit, sondern lediglich in Ihrem Kopf statt.

Leider verhindern viele Menschen durch selbstschädigende, automatisierte Denkmuster und stereotype Verhaltensweisen Erfüllung und intensives Leben. Deshalb wird in Psychotherapie, Coaching und Krisenberatung auf die individuelle Entscheidungsmöglichkeit und gegenwartsbezogenes Leben besonderes Gewicht gelegt. Für sich selbst Verantwortung zu übernehmen, bedeutet mehr als das Ausprobieren neuer Denkmuster. Es verlangt den Willen, glücklicher zu werden und jeden Gedanken, der lähmendes Unglücklichsein hervorruft, entschlossen zurückzuweisen und auszuschalten. Wenn Sie den aufrichtigen Wunsch haben, schädliche Verhaltensformen abzulegen und Selbsterfüllung und Selbstbestimmung anzustreben, wenn Sie das Glück im gegenwärtigen Augenblick finden möchten, dann müssen Sie für das Umtrainieren Ihrer bisherigen Denkgewohnheiten den gleichen unermüdlichen Einsatz aufbringen, den Sie für jede andere komplizierte Aufgabe brauchen würden.

Gehen wir gemeinsam, wenn Sie es möchten, noch weiter in die intimere Praxis, und deswegen erlaube ich mir zum vertrauteren Du zu wechseln:

Wenn du dich ärgerst, wenn du wütend oder traurig bist, Angst oder Zorn empfindest, siehst du vielleicht irgendetwas oder irgendjemand außerhalb von dir als Verursacher dieser Gefühle. Du glaubst vielleicht, dass sie dich ohne jeden Grund überfallen können, dass sie dich jederzeit heimsuchen können, ohne dass du etwas dagegen tun kannst: Du denkst, ihnen hilflos ausgeliefert zu sein. Und ebenso denkst du, verhält es sich mit deinen Gedanken. Tatsächlich ist es aber so, dass du beide – Gedanken und Gefühle – immer einlädst, zu dir zu kommen. Aber du hast keine Ahnung, wie diese Einladung erfolgt, da du dir der Quelle deiner Gedanken und Gefühle nicht bewusst bist. Sie stammen entweder aus deinem kleinen Angst-Ich, das sich ständig (z.T. unbewusst) getrennt, schuldig , unzulänglich, mangelhaft und bedroht erlebt, oder aus deinem wahren höheren liebenden Selbst jenseits deiner Ego-Konditionierungen und seinen angstbasierten Projektionen, mit denen du dich wohl meistens bisher identifizierst. Doch sobald du dieser Quelle auf die Spur kommst, hast du tatsächlich die Wahl zu bestimmen, welche Gedanken und Gefühle zu dir kommen sollen. Nur solange du über deren Quelle nicht Bescheid weißt, muss deine Hilflosigkeit bestehen bleiben.

Es gib nur zwei grundlegende Gefühle die auf zwei grundlegend unterschiedlichen Denksystemen resultieren – Liebe oder Angst. Sie entspringen zwei völlig unterschiedlichen Quellen: Die Liebe entspringt dem höheren reinen Bewusstsein hinter unseren automatisierten aus der Vergangenheit stammenden konditionierten schnellen gedanklichen Bewertungen. Der Kontakt mit diesem liebevollen nicht wertendem Bewusstseinszustand des eigenen Geistes bringt Ruhe, Frieden, Sicherheit und ein Glücksgefühl, das der Welt fremd ist. Die Angst hingegen entspringt einem Geisteszustand, der sich getrennt erlebt von diesem Einheitsbewusstsein. Dieser sich abgrenzende und getrennt erlebende Teil des eigenen Geistes, der unser mentales Selbstkonzept des Egos hervorbringt, wurde zu einer separaten Quelle, welche pausenlos urteilende Gedanken und Angst hervorbringt.

Wenn du zum Beispiel ein Gefühl des Ärgers empfindest, ganz gleich auf wen oder was, musst du wissen, dass dieser Ärger von einem Gedanken herrührt, den du für wahr hältst. Es ist nur dieser Gedanke des getrennten Geistes, der dieses Gefühl in dir entstehen lässt. Dich darauf zu konzentrieren, wie du dieses Gefühl loswerden könntest, macht jedoch keinen Sinn. Es kann dich nicht verlassen, solange du nicht bereit bist, den Ego-Gedanken aufzugeben, der diesem Gefühl zugrunde liegt. Denn es geschieht dir nach deinem Glaube. Also müssen wir anders vorgehen:
Gehen wir einmal von einer Situation aus, die wahrscheinlich jeder schon erlebt hat: Jemand kommt zu spät. Aus so einer Situation können sehr unterschiedliche Emotionen entstehen – je nachdem, welche Gedanken und Interpretationen du hegen möchtest.
Im Folgenden nur eine kleine Auswahl an Möglichkeiten:

Gedanke: 

„Er ist immer so pünktlich, hoffentlich ist ihm nichts passiert!“ 
  Emotion: Sorge

Gedanke: 

„Sie hat sicherlich wieder Ärger zu Hause, im Büro …!“
   Emotion: Mitleid

Gedanke: 

„Er weiß genau, dass ich nicht gerne warte!“
   Emotion: Ärger

Gedanke: 

„Sie versetzt mich nun schon das fünfte Mal!“
  Emotion: Wut

Alle diese Emotionen haben dieselbe Quelle, so verschieden auch ihre Formen aussehen mögen. Das Ego liefert uns gerne eine Fülle von Gedanken und jeder bringt eine andere Form von Angst hervor. Wenn wir uns aber entschließen, unser Vertrauen einer anderen Quelle zu geben, dann wird auch das Gefühl, das wir dann empfinden, dieser Quelle entsprechen: Hier sind einige nicht- wertende Gedanken, die wir in unserer Beispielsituation anwenden könnten:

„Ich habe allem, was ich sehe, die gesamte Bedeutung gegeben, die es für mich hat.“

„Sind diese Gedanken, mit denen ich diese Gefühle in mir erzeuge, wirklich wahr?“

„Ich rege mich nie aus dem Grund auf, den ich meine- da meine automatisierten gedanklichen Bewertungen aus meiner Vergangenheit stammen.“

„Meine Gedanken sind Vorstellungs-Bilder, die ich gemacht habe.“

„Wer bin ich und wie verändere ich mich mit diesen Geschichten, die mir mein Kopf dazu erzählt?“

„Und was würde sich verändern, wenn ich diesen Geschichten nicht meinen Glauben schenken würde?“

„Ich bin nicht das Opfer der Welt, die ich sehe.“

„Ich kann der Welt, die ich sehe, entrinnen, indem ich Angriffsgedanken und Urteile aufgebe.“

„Ich weiß nicht, wozu irgendetwas dient.“

„Es gibt eine andere Art diese Situation zu sehen.“

„Ich bin entschlossen, die Dinge anders zu sehen.“

„Ich könnte stattdessen Frieden sehen.“

„Ich bin mit ihm geistig verbunden.“

„Liebe und Frieden wohnen in ihr, so wie auch in mir.“

„In ihm ist keine Schuld, so wie auch ich frei von Schuld bin.“

„Ich will jetzt nichts beurteilen; ich will sie und die ganze Situation frei lassen.“

Wenn du also bemerkst, dass du nicht hilfreiche Trennungs-Gedanken oder schmerzliche Gefühle aus der falschen Quelle gewählt hast, kannst du nun tatsächlich eine andere Wahl treffen. Angstbasierte Ego-Gedanken führten dich aus der Einheit in die Welt – und halten dich dort fest. Sobald dies geschieht, fühlst du dich getrennt und Angst breitet sich in dir aus. Diese kann viele Formen annehmen: Sorge, Ärger, Wut, Depression, Einsamkeit, Beklommenheit, Hilflosigkeit, Elend, Schwäche oder Unsicherheit sind nur einige davon.

Wenn du dies erkennst und nicht mehr willst, lass diese los und wähle neue Gedanken und Einstellungen, die dich aus der Ego-Trance heraus führen und dich wieder verbinden und in geistigen Frieden führen, indem sie dir zeigen, dass hinter allem, was du zu sehen meinst, die unverlierbare Einheit liegt. Die Angst verschwindet und die Liebe kann sich wieder in dir ausbreiten. Sie geht einher mit Frieden, Freude, Sicherheit und Geborgenheit, einem Glück, das keine Grenzen kennt und alles umschließt, dessen du gewahr bist.

Doch bevor du unglücklich machende schuldzuweisende und urteilende Trennungs-Gedanken aufgeben kannst, musst du sie überhaupt erst identifizieren – und das ist in der Praxis nicht immer leicht. Man kann sagen, dass sie alle lieblos sind, da sie Angst erzeugen. Gefühle des Mangels und der Bedürftigkeit gehen damit einher. Diese Mangelgefühle wiederum fördern, dass du denkst, jemand müsse daran schuld sein, dass du dich so schlecht fühlst. Und wenn du dann Schuldige findest, wirst du denken, dass du dich gegen sie verteidigen musst, oder dass du sie – sozusagen als „Präventivmaßnahme“ angreifen musst. Alle Formen der Angst, alle Gefühle des Verlustes oder des Unglücklichseins, des Leidens und Misserfolgs, der Ablehnung oder der Ausgrenzung – ganz gleich, ob sie dich oder andere quälen, können dir nur solange etwas anhaben, als du sie für wirklich und berechtigt hältst. Und auch nur dann kannst du dich gekränkt, beleidigt, ungerecht behandelt, genervt oder bedroht fühlen.

Möglicherweise hast du jetzt das Gefühl, dass du dich fast ausschließlich mit solchen Ego- Gedanken beschäftigst. Verurteile dich nicht für deine Gedanken und bekämpfe sie nicht. Du bist der achtsame bewusste Beobachter all deiner automatisierten Gedanken, Bewertungen und deiner hieraus resultierenden Gefühle- nimm sie akzeptierend aus einer inneren Distanz achtsam an ohne dich mit ihnen zu identifizieren. Du bist nicht deine Gedanken, du bist nicht dein Gefühl. Du bist der achtsame Beobachter und Du hast die Freiheit neu zu wählen ob du dich auf Angst oder Liebe und Frieden neu ausrichten willst. Dir wird nur gerade bewusst, was du für wahr hältst! Und das ist gut so, denn wenn dir das nicht klar ist, kann sich für dich nichts ändern. Aber du möchtest ja, dass sich etwas ändert – denn du möchtest glücklich sein! Und es sind nur solche urteilenden Trennungs- Gedanken, die das verhindern können – solange du sie nicht bemerkst.

Dies ist also von nun an deine Arbeit – dass du all die Gefühle und dahinterliegenden Gedanken aufdeckst, die dich bewegen. Meist werden dich deine Gefühle zu den dahinter liegenden Gedanken führen. Sie sind nicht schlecht oder böse, verabscheuenswert oder furchtbar. Und wenn du sie entdeckst, dann schau sie dir ohne Angst an. Es sind nur automatische Gedanken deines in der Vergangenheit konditionierten Verstandes, die sich über das Hier und Jetzt legen und die Gegenwart verschleiern, und nur wenn du ihnen Glauben schenken magst schmerzliche Folgen für dich haben können. Aber niemals können sie bestimmen, wer du wirklich bist. Und hinter ihnen taucht in wundervollem Lichte das auf,
was niemals aufgehört hat zu sein – die stille friedvolle Einheit der liebevollen Verbundenheit mit allem was ist. Diese Neuausrichtung deines Geistes wird dir eine heiter-gelassene tiefe Freude und befreite Leichtigkeit schenken.

In Therapien, Coaching und meinen Vorträgen wie auch meinen Hörbüchern erinnere ich leidende Menschen immer wieder an Folgendes

Nur die radikale 100-prozentige Übernahme von Verantwortung für die eigenen Gefühle und Entscheidungen, die nicht mehr gegen uns selbst gerichtet sind, führen zu innerem Frieden, Gesundheit und Zufriedenheit und einem erfüllten wertvollen Leben! Sie sind frei zu sein, was Sie heute sein wollen, und nicht auf das festgelegt, wozu Sie sich früher entschieden haben. Sie haben es ebenfalls in der Hand, körperliche Beschwerden, die nicht auf bekannten organischen Störungen beruhen, zu beseitigen. Dazu dürfen Sie allerdings lernen, Ihre Aufmerksamkeit zu lenken, sich für die Botschaft Ihrer Symptome im Zusammenhang mit Ihrem Lebensarrangement interessieren und Selbstverantwortung für Ihre Gefühle und Bedürfnisse in Beziehungen übernehmen. Zusätzlich benötigen Sie den Mut, aus Ihrem Angstgefängnis auszubrechen und sich auch unangenehmen Situationen zu stellen. Manche Menschen flüchten unbewusst in eine Krankheit, denn Kranksein scheint Ihnen bequemer als sich mit Schuldgefühlen, Ängsten oder Kritik auseinanderzusetzen und sich auf Unbekanntes einzulassen. Prüfen Sie, warum Sie an Verhaltensweisen festhalten, die Sie keineswegs glücklicher machen. Was erreichen Sie eigentlich durch Ihr Verhalten? Warum geben Sie es nicht auf, obwohl es Ihnen selbst schadet? Sie werden entdecken, dass es unterschiedslos die gleichen Gründe sind: Für das Individuum ist es grundsätzlich sicherer, in der sogenannten Komfortzone zu bleiben und an einer einmal (eventuell früher sinnvollen) erworbenen Reaktion festzuhalten, selbst wenn diese selbstzerstörerisch wirkt. Die Sicherheit der „gewohnten Hölle“, Risiko- und Kritikvermeidung oder Abwälzen von Schuld auf Sündenböcke sind Vermeidungsstrategien. Sie dienen der vermeintlichen Absicherung und dem Schutz, machen aber ein erfülltes, reifes Leben in Freiheit und Selbstverantwortung unmöglich. Sich immer wieder geistig auf sein höheres liebevolles friedvolles Selbst auszurichten bedeutet im übrigen nicht, dass man keine Grenzen setzen darf. Der Andere , der sich in seinen Egogedanken gerade wieder einmal verstrickt, braucht oft genug mein klares Nein gerade auch in der Liebe, aber er braucht nicht meine Schuldzuweisung und persönliche Verdammung, die mir selbst nur schadet und mich selbst klein hielte in einem Opferstatus der das Gegenteil wäre meiner wahren geistigen gestalterischen Freiheit.

Liebe ist ein Kind der Freiheit. Wer andere nicht enttäuschen kann, ist nicht beziehungsfähig, und wer Missbilligung nicht aushalten kann, nie erwachsen geworden. Bereiten Sie sich also darauf vor, es nicht allen recht zu machen auf dem Weg zu Ihrem erfüllten Leben und Ihren Herzenszielen. Erlernen Sie die Fähigkeit, die Ablehnung eines Gedankens, Gefühls oder Verhaltens nicht mehr als Zurückweisung Ihrer ganzen Person zu empfinden. Sie sind nicht auf der Welt, um alle Bedürfnisse anderer zu befriedigen! Everybody‘s Darling wird bald zu Everybody‘s Depp! Ein Nein zu den Erwartungen anderer bedeutet Respekt vor sich selbst, schafft meist Respekt bei anderen und stärkt die eigene Selbstachtung. Wie können Sie so weit kommen, die anderen frei sein zu lassen, ohne darauf zu bestehen, dass sie Ihre Erwartungen erfüllen? Ganz einfach: indem Sie sich selbst lieben und bedingungslos wertschätzen, unabhängig davon, was andere tun, unterlassen oder denken! Das Training der Selbstliebe beginnt in Ihrem Kopf mit der Kontrolle Ihrer Gedanken. Denken Sie daran: Ihr Selbstwert kann nicht durch andere bestätigt werden. Er ist allein davon abhängig, was Sie von sich selbst denken. Von anderen abhängiger Wert ist Fremd-Wert. Lernen Sie also aus Ihren Fehlern, nehmen Sie sich vor, sie nicht zu wiederholen, aber verknüpfen Sie sie nicht mit Ihrer Selbstachtung. Darin liegt der Kern der Liebe zu sich selbst wie auch zu anderen.

Ketten Sie sich nicht an Ihre Vergangenheit. Sie können sich verändern, seelisch wachsen und sich weiterentwickeln, wenn Sie es nur selbst wollen und sich für ein selbstverantwortetes, wertvolles Leben in Freiheit entscheiden.

Lassen Sie sich vom Wunsch antreiben, sich immer weiter zu entwickeln, sehen Sie Schwierigkeiten als Herausforderungen an, bleiben Sie offen für neue Erfahrungen und Veränderungen und verraten Sie nie Ihre Selbstachtung: Im Zweifelsfalle ziehen Sie es immer vor, gut mit sich selbst umzugehen. Stehen Sie gelassen zu sich selbst und gehen Sie freundlich mit sich und andern um. Akzeptieren Sie sich mit Ihren Stärken und Schwächen und übernehmen Sie jederzeit volle Verantwortung für Ihre Person. Schöpfen Sie gegenwärtige Augenblicke voll aus und seien Sie präsent für die Präsente des Lebens! Bleiben Sie geistig beweglich, seien Sie fehlerfreundlich und riskieren Sie etwas. Ihre geistige Gesundheit lässt sich daraus ablesen, wie sie mit Fehlern und Scheitern zurechtkommen. Sie können sich jederzeit dafür entscheiden, glücklich zu sein, wenn Sie jetzt in diesem Moment ganz da sind und sich für die Liebe statt für die Angst entscheiden. Immer mehr lieben und immer weniger fürchten zu lernen – das wünsche ich Ihnen von Herzen!

Dr. Wolf Maurer

Weiterführende Hörbücher:

PSS 1, 7, 15, 18, 19, 21, 23, 25, 26, 27

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